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Berufskolleg Niederberg des Kreises Mettmann

- Europaschule -

Kooperation mit der

Titania Fabrik GmbH


Titania Fabrik GmbH

Fortuna Straße 10 - 14

42489 Wülfrath

„Willkommen, bei Titania!“. Der Empfang in der Traditionsfirma Titania ist herzlich, und es duftet nach frischem Kaffee. Die großzügig und einladend gestaltete Empfangshalle des Wülfrather Unternehmens wirkt wie ein gut sortierter Kosmetikstore: Schönes und Praktisches für’s Haar, Naturkosmetik für anspruchsvolle Kundinnen, Nagelscheren und Bimsschwämme. In aller Ruhe shoppen wäre jetzt schön. Aber dafür sind wir nicht gekommen. Im angrenzenden Besprechungsraum liegt der von BkN und TITANIA gemeinsam erarbeitete Kooperationsvertrag schon bereit und ist nur wenige Minuten später von Julius Kotte, Enkel des Firmengründers, und Frank Flanze, Schulleiter am BkN, unterschrieben.

 Man ist sich einig: Von der neuen Partnerschaft werden Schule und Betrieb gleichermaßen profitieren.

                                                             

„Wir bieten Ausbildungsstellen im technischen und kaufmännischen Bereich, Betriebsbesichtigungen und Praktikumsplätze an. Außerdem wollen wir unsere Zusammenarbeit mit Ihrer Fachschule für Technik weiter intensivieren“, erklärt der 27-jährige Jungunternehmer. Schon im vergangenen Jahr hatte das Wülfrather Familienunternehmen die beste Projektarbeit mit einem attraktiven Preis prämiert. Künftig sollen nun auch unternehmensrelevante Themen in die Projektarbeiten der Studierenden aus der dreijährigen Abendschule einfließen. „Für unsere Schülerinnen und Schüler öffnen sich viele Türen, und das Unternehmen kann auf motivierte Nachwuchskräfte hoffen“, erläutert Flanze die Win-Win-Situation aus schulischer Perspektive, nicht ohne erfreut zu erwähnen, dass TITANIA nun auch Mitglied im Förderverein des Berufskollegs ist.

 

Dieser Plan scheint schon ein stückweit aufgegangen. Nachdem eine Oberstufenklasse der Höheren Handelsschule im vergangenen Frühjahr die Entwicklungslabore, hochmodernen Abfüllanlagen für die neuesten Kosmetikprodukte und die geschmackvoll gestalteten Büroräume besichtigt hatte, war die Begeisterung vieler Schülerinnen und Schüler für das Unternehmen groß.

Diese Begeisterung teilte der Juniorchef, wie er beim anschließenden Kaffee berichtet, zunächst nicht. „Ich war eher schulmüde, wusste nicht genau, wie meine berufliche Zukunft aussehen sollte und habe nach meiner Fachoberschulreife eine Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker gemacht. Nachdem ich aber drei Monate lang ein Praktikum in unserer Firma absolviert hatte, habe ich Feuer gefangen und im Anschluss die Meisterschule besucht, um die Voraussetzungen für ein BWL-Studium zu erfüllen. Der Weg muss also nicht immer gradlinig sein. Und hier bin ich.“ 

Wer sich für eine Ausbildung bei TITANIA entschließt, soll lange bleiben. „Wenn er mag, bis zur Rente“, erläutert Kotte die Philosophie des Familienunternehmens mit über 200 Angestellten und erzählt von dem Auszubildenden im IT-Breich, der nun seit vielen Jahren Leiter der IT-Abteilung ist, von dem Vertriebler, der seit über zehn Jahren geschätzter Mitarbeiter ist und von dem Einkäufer, der sich zum Abteilungsleiter entwickeln konnte und insgesamt 17 Jahre für das Unternehmen tätig war.

Überhaupt scheint vieles bei TITANIA auf Nachhaltigkeit ausgerichtet zu sein. „Unseren Bimsschwamm“, so erzählt Julius Kotte, „gibt es seit 75 Jahren. Er wurde von meinem Großvater Frieder Kotte quasi zufällig erfunden, als er nämlich bei der Suche nach geeignetem Isoliermaterial mit porösem Vulkangestein experimentierte und beim Reiben zwischen den Fingern dessen glättende Wirkung bemerkte.“

Was mit dem Bimsschwamm begann, ist heute eine aus 1.300 Artikeln bestehende Produktpalette, die in über 100 Länder weltweit verkauft wird. Seit vielen Jahren arbeitet das Unternehmen zudem mit Behindertenwerkstätten in Berlin und vor Ort zusammen. Jeder von ihnen, so erzählt uns der 27-jährige, der seit 2 Jahren das Unternehmen gemeinsam mit seinem Vater André Kotte leitet, hat besondere Begabungen, die im Rahmen des Produktions- und Verpackungsprozesses individuell genutzt werden können.

 

 


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